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Arkani134 29.06.2011 12:19
hey leute, bin grad wieda dabei ne geschichte zu schreiben (hab sie bisher nur vaila gezeigt) und wollt die ma wenns ok is hier reinstellen... die is allerdings ganz anders als meine hp ff :) ahhh wisst ihr was? ich machs einfach mal :) die is allerdings KRASS lang, viel länger als die kapitel meiner hp ff :) vaila sagt die is n bissle wie bartimäus :D ich stells einfach ma rein :D
Kapitel 1 Hallo, meine Name ist Tod, der Tod "Sir, Gott hat sie vorgeladen", teilte mir einer der Sensemänner mit. Nein, keine Sensemänner... Todesengel, das klingt doch schon Mal viel eleganter. "Was will er denn schon wieder von mir?", fragte ich ihn zurück. "Das weiß ich nicht, Sir, er hat nur einen seinen Engel geschickt, um uns die Nachricht zu überbringen." "Welcher Engel war es, Kleiner?" "Antoniel, Sir." "Oh, dann meint er es Ernst." Der Engel Antoniel gehörte zu den mächtigeren Engeln dort oben im Reich meines Bruders. Wenn er geschickt wurde, meinte es Gott Ernst. "Was hat er denn gesagt?", fragte ich den jungen Todesengel. "Oh, den genauen Wortlaut weiß ich nicht, denn Rex, einer der unteren, dunklen Zauberer, hat mir die Nachricht überbracht, da er nicht wichtig genug ist, um Euch vor die Augen zu treten, Sir." "Hör auf dich einzuschleimen, Hector." "Verzeiht mir, Sir." "Gut, lass Hunter zu mir schicken." "Jawohl, Sir." Der Todesengel vollführte eine unterwürfige Verbeugung und verschwand, um meinen Auftrag zu erfüllen. Ich schnaubte verächtlich. Hector dachte, dass er, wenn er sich bei mir einschleimte, eine bessere Chance hätte, in den Rang eines Todesrächer zu kommen. Doch ich war der Tod! Ich ließ mich nicht täuschen, außerdem gelangten nur wirkliche Könner in den Rang eines Todesrächer und Hector gehörte ganz bestimmt nicht zu ihnen. Als ich eine feinen Aschegeruch wahrnahm, sah ich hoch und erblickte vor mir Hunter, einen Dämon. Er war meine rechte Hand und erledigte Alles, wofür ich zu faul oder zu lustlos war. Er war auch, abgesehen von ein paar Auserwählten, der Einzige der mich bei meinem wahren Namen nennen durfte. Hunter nickte zur Begrüßung und wartete auf meine Befehle. Ich war dankbar ihn als obersten Befehlshaber zu haben, denn er führte Aufträge präzise und ohne Aufsehen durch. Generell war er ein ziemlich ruhiger Dämon, was für einen Vertreter seiner Art sehr ungewöhnlich war. Dämonen waren abgesehen von mir die mächtigsten dunklen Wesen der Welt. Und das galt für jede Welt, so wohl für die mitteralterliche, als auch für die gegenwärtige und die zukünftige. Da die Dämonen so stark und mächtig waren, konnten sie es meißtens nicht unterlassen zu prahlen, ob nun ganz direkt oder mit Andeutungen. Hunter aber führte nur seine Aufträge durch und gab sich mit dem zufrieden, was er hatte. Gut, er war verdammt stur und wäre ich nicht der Tod persönlich, würde er sich auch nichts von mir sagen lassen, aber darüber konnte ich hinweg sehen. "Mein nerviger Bruder hat mich wieder zu sich in den Himmel gerufen, ich werde also eine Weile beschäftigt sein. Ich will, dass du auf die ganzen Neuankömmlige aufpasst und lass bloß diesen einen mit den schwarzen Haaren und der Narbe nicht aus den Augen! Er hat letztens fast meinen Lieblingsdolch eingeschmolzen. Und das nur, weil er zu dumm ist, seine neuen Fähigkeiten richtig einzusetzen." "Das hört sich ziemlich nach Babysitting an", teilte mir Hunter missmutig mit. "Ja, so kann man es auch ausdrücken, aber du bist der Einzige, der auf den Laden hier aufpassen kann." Er wusste, dass das kein Kompliment, sondern lediglich eine Feststellung war. Und er wusste auch, dass ich Recht hatte und er somit zum Babysitting verdammt war. Er seufzte ergeben und meinte dann:"Wie du wünscht." Ich nickte und rief in Gedanken den Engel Antoniel, der mir die Nachricht von Gott überbracht hatte. Ich tat das nur, weil es eine Regel zwischen meinem Bruder und mir gab. Keiner von uns durfte das Reich des Anderen betreten. Auf jeden Fall nicht ohne Begleitung eines Engels oder eines Dämons. Da ich in den Himmel wollte, musste ich also einen Engel rufen und da eignete sich am Besten Antoniel. Er hatte mir schließlich auch die Nachricht überbracht. Der Engel erschien genau vor mir und sagte:"Du hast dich also dazu entschieden, die Einladung Gottes endlich anzunehmen." "Vergiss nicht, ich bin nicht einer der unteren Engel. Hüte deine Zunge oder du kommst in die Hölle." "Dann würde ich Euch raten eine etwas eindrucksvollere Erscheinung anzunehmen." "Gerade aus deinem Mund hätte ich so etwas nicht erwartet. Lehrt euch mein ehrenwerter Bruder nicht, dass das äußere Erscheinungsbild unwichtig ist? Ich dachte es kommt auf die inneren Werte an." Oh, wie ich es liebte, Engel zu stressen. "Nun, bei Euch sind die inneren Werte noch schlimmer als das Aussehen, also dachte ich mir, bin ich gnädig und achte diesmal doch auf das Äußere." "Nun gut, wenn du meinst." Also veränderte ich mich. Jetzt war ich ein zirka zwei Meter großer Stier auf zwei Beinen. Ein eindrucksvoller, rostiger Ring hing wie ein Piercing in meiner Nase und meine Hörner waren spitzer und todbringender als jede Waffe. Mein ganzer Körper bestand aus steinharten Muskeln und meine Augen glühten rot. Wenn Antoniel nun immer noch fand, dass meine Erscheinungsform nicht zum Tod passte, dann wusste ich auch nicht mehr weiter. "Und? Ist dir mein Äußeres jetzt genehm?" "Na ja, es ist ein bisschen prollig, findet ihr nicht?" "Ja und genau das ist der Grund, weshalb ich normaler Weise diese Gestalt nehme. Das ist doch schon viel eleganter." Wieder veränderte ich mich. Jetzt sah ich so aus wie vorher, blonde, verstrubbelte Haare, bernsteinfarbene Augen, sportlich und ungefähr 19 Jahre alt. Ich trug einen schwarzen Hut, ein weißes Hemd, darüber eine schwarze Jacke, dunkle Jeans und schwarze Turnschuhe. Mein ganzes Erscheinungsbild war dunkel gehalten, doch ich sah ziemlich gut aus, wenn ich das Mal so behaupten darf. "Also, Antoniel, bring mich endlich zu meinem Bruder." Er nickte, legte eine Hand auf meine Schulter und dann teleportierten wir. In weniger als dem Bruchteil einer Sekunde waren wir im Himmel angelangt. "Du weißt ja, wo es entlang geht." Ich nickte und er verschwand. Ich war seit ungefähr 20 Jahren nicht mehr hier gewesen... es hatte sich nicht wirklich etwas verändert. Die Gänge waren immer noch hell und freundlich und fast alle Türen standen einladend offen. Antoniel hatte Recht, ich wusste, wo ich hin laufen musste. Ich bog einmal nach rechts ab, dann nach links, wieder links, noch einmal rechts und schließlich war ich da. Vor mir ragte eine riesige, weiße Flügeltür auf. Sie war mit allerlei heilgem Kram geschmückt und wirkte für Jeden, der sie das erste Mal erblickte, einfach überwältigend. Da ich jedoch hier aufgewachsen war, beachtete ich die Tür gar nicht mehr. Ich stieß sie auf (wäre ich ein normaler Engel, würde ich dafür mächtig bestraft werden) und betrat den großen, mit Gold geschmückten Raum dahinter. Offenbar platzte ich gerade mitten in eine Besprechung herein, denn um den schweren, hölzernen Tisch aus Silbereiche (dieser Baum wuchs nur in den Gärten Gottes) saßen mehrere Heilige und natürlich mein nerviger Bruder Gott. Ich legte Zeige- und Mittelfinger als Begrüßung an meinen Hut und sagte:"Trautes Heim, Schock muss sein. Bruder, ich habe nirgendwo eine Farbe entdeckt, die dunkler als orange ist. Gut, ich weiß, das ist dein Reich, aber meinst du nicht ein bisschen schwarz oder blau, würde die Bude hier ein wenig interessanter machen?" Fast alle der Heiligen verzogen verägert ihre Gesichter, da ich es wagte ihren ach so tollen Gott zu kritisieren. Ich grinste frech und fügte noch hinzu:"Ich mein ja nur." Gott schüttelte leicht den Kopf, hatte er etwa vergessen, wie sarkastisch und frech ich war?, und meldete sich dann endlich zu Wort:"Bruder, es ist schön, dich wieder bei mir zu wissen." "Lass deine schönen Reden sein und sag mir, was zur Hölle du willst, wenn du Antoniel zu mir schickst." Er nickte und meinte dann an die Heiligen gewand:"Verzeiht das Auftreten meines Bruders. Ihr wisst, er ist nicht oft hier. Würdet ihr uns wohl kurz entschuldigen? Ich muss mit ihm allein reden." Wie mich sein nettes Getue ankotzte! Ich kannte ihn, wenn er zornig war und dann war keine Spur mehr von dem netten, allwissenden Gott da, nur noch Zerstörungswut und Ungeduld. Ich lächelte still in mich hinein und freute mich auf den Tag, an dem er die Heiligen einmal so richtig schön zusammen brüllte. Doch wahrscheinlich würde dieser Tag nie kommen, denn sie hingen an seinen Lippen und vollführte alle seine Aufträge mit Bravour. Vielleicht konnte ich seine Wut ja ein bisschen antreiben... nein, dafür war ich heute nicht hier. Gott hatte mich gerufen und ich musste ihm wohl oder übel zu hören. Die Heiligen verließen den Saal, wobei mir jeder von ihnen, einer nach dem anderen, einen giftigen Blick zuwarf, den ich mit einem zynischen Grinsen erwiderte. Jetzt war der Saal abgesehen von Gott und mir leer und die Flügeltür war wieder geschlossen. "Also", begann ich das Gespräch, was willst du von mir?" "Du hältst dich nicht wirklich mit Höflichkeiten auf." "Hör zu, ich bin der Einzige, der weiß, was du wirklich bist. Ich bin der Einzige, der deine wahre Gestalt sieht." Gott nickte. "Das stimmt, aber vergiss nicht, auch ich sehe deine wahre Gestalt." "Ich bin der Tod! Was habe ich bitte schön für schlechte Eigenschaften zu verbergen?" "Keine schlechten... gute." "Ja klar, du hoffst immer noch darauf, dass ich "nett" werde. Aber weißt du was, ich bin nicht böse. Ich erledige nur meinen Job und verhindere das die Welt zu überfüllt ist. Wenn hier einer von uns blutrünstig ist, dann du, schließlich lässt du deine ach so tollen Menschlein Kriege gegen einander führen." "Du scheinst aber Gefallen an meinen "ach so tollen Menschlein" zu finden. Nicht alle kommen zu dir in die Hölle, Bruder. Manche kommen auch zu mir und gerade die jungen, weiblichen, die du geholt hast, erzählen mir, wie charmant du zu ihnen bist." "Ich kann ja schlecht zu ihnen gehen und sagen: Hey, ich bin der Tod, komm Mal mit, deine Zeit hier ist abgelaufen. Außerdem will ich ja auch ein bisschen Spaß haben." Gott schüttelte leicht den Kopf. Hatte er immer noch nicht begriffen, wie verschieden wir waren? Ich meine, wir waren Leben und Tod, schwarz und weiß, Gott und der Teufel. Schon allein vom Aussehen her, unterschieden wir uns drasisch. Ich war bevorzugt ein junger, gut aussehender Mann und er wählte oft die Gestalt eines alten, weise dreinschauenden Mannes, der den Eindruck erweckte, allwissend zu sein. "Mit dir zu plaudern ist immer wieder nett, aber ich weiß trotzdem noch nicht, warum ich hier bin." "Nun gut, es sterben zu viele Menschen." "Wow, das war jetzt direkt. Ich bin stolz auf dich, Bruder." "Lass die Spielchen, ich meine es Ernst." "Woran sterben sie denn?" "Das frage ich dich." "Hey, ich töte nicht zum Spaß, das ist mein Job. Außerdem wen stört's? Ein paar hundert Menschen mehr oder weniger fallen bei der riesen Menge nicht auf." "Es sind nicht ein paar hundert, sondern ein paar hunderttausend." "Oh... tja, das ist 'ne große Zahl." "Ich weiß! Du musst aufhören, so viele Menschen zu töten!" "Moment Mal, du glaubst ICH, lasse deine Menschlein alle ins Gras beißen?" "Wer sonst? Du bestimmst über Leben und Tod, du BIST der Tod." "Es ist nicht gerade mein größtes Hobby, Lebewesen zu töten, außer sie haben es wirklich verdient, und wenn meine Handlanger hunderttausende Menschen umbringen würden, wüsste ich das." "Was soll es sonst sein?" "Vielleicht so etwas wie die Pest oder EHEC oder so?" "Diese Seuchen rufst du alle hervor." "Stimmt auch wieder." "Woher weiß ich, dass du nicht lügst?" "Ich darf im Himmel genau so wenig lügen, wie du in der Hölle. Diese Regel hast du selbst verfasst." "Wir leben seit Anbeginn der Welt, da vergisst man schon einmal etwas!" Ich schnaubte verächtlich und meinte:"Egal, was es ist, wenn du mir sagst, wo es herkommt, kann ich es meinetwegen vernichten und dann sind deine Menschen gerettet. Auch wenn sie glauben werden, dass es allein ihr Verdienst oder ein göttliches Wunder war." "Das ist das Problem, ich habe keine Ahnung, was es ist. Ich dachte du steckst dahinter." "Hey, ich mache nur meinen Job. Sinnloses Töten gehört nicht dazu." "Schon gut, ich tat kein Recht daran, dich zu verdächtigen. Verzeih mir, Bruder." "Werd' jetzt bloß nicht sentimental." Gott nickte. "Vielleicht liegt das Problem gar nicht in der heutigen Zeit", überlegte ich,"vielleicht finden wir es nur, wenn wir so um die 500 Jahre zurückreisen." "Nicht wir, du, Bruder." "Wir sind immer noch gleichberechtigt! Du kannst nicht einfach bestimmen, dass ich dein Problem aus der Welt schaffen soll. Die Menschen gehen mich nichts an, wenn sie verrecken, braucht mich das nicht zu interessieren." "Du hast Recht, sie sind nicht dein Problem, aber sie sind meines, Außerdem muss einer von uns in der jetzigen Welt bleiben, damit sie nicht im Chaos versinkt." "Und da dachtest du dir, du schickst einfach den unwichtigen Tod." "Nein, aber wahrscheinlich kann man dieses Problem nicht mit weißer Magie aus der Welt schaffen." "Wir können einfach einen Dämon und einen Engel schicken. Zum Beispiel Hunter und Antoniel." "Ein Engel und ein Dämon? Sie werden sich in Stücke reißen." "Dann schicken wir nur Hunter. Er ist mein bester Dämon und beherrscht die schwarze Magie." Gott zog die Stirn in Falten und lange Zeit sagte er nichts. Dann:"Einverstanden. Meine Engel suchen das Problem in der heutigen Zeit und deine Dämonen suchen im Mittelalter." Ich nickte und wandte mich zum Gehen. "Hellcannon", rief mich mein Bruder noch einmal zurück. Wow, seit wann nannte er mich bei meinem richtigen Namen? "Iustorum?", fragte ich und sprach nun auch seinen wahren Namen aus. "Pass auf dich und deine Dämonen auf." "Ich werde nicht mitgehen. Ich denke nicht, dass das Problem so groß ist, dass Hunter oder Antoniel es nicht lösen können." Gott nickte. "Danke, dass du mir hilfst." "Ich bin dein Bruder." "Und der Tod." "Das heißt nicht, dass ich keinen Familiensinn besitze." Ich legte wieder Zeige- und Mittelfinger an meinen Hut, diesmal als Verabschiedung, und teleportierte. Zum Glück musste ich nur einen Engel rufen, wenn ich in den Himmel hinein wollte. Wenn ich zurück in mein Reich die Hölle wollte, konnte ich einfach nach Lust und Laune dahin teleportieren. Alter, diese Gespräche mit meinem Bruder waren immer so dramatisch! Jedes Mal, wenn ich mit ihm sprach, ging es um irgendein Problem. Nun ja, wir waren auch nicht gerade eine normale Familie und wir sahen uns auch nur ungefähr alle 20 Jahre, weil es dann ein Problem zu besprechen gab. Meißtens ging es dann um die Menschen, die wieder irgendetwas Dummes angestellt hatten, wie zum Beispiel einen Krieg anfangen. Ich verstand immer noch nicht, was Iustorum an ihnen so toll fand. Menschen waren dumm, sie waren stressig. Auf jeden Fall für mich, denn ich musste dafür sorgen, dass es sie nicht im Überfluss gab und ich war auch dafür zuständig, dass die ganz Bösen zu mir in die Hölle kamen. Ich schüttelte den Kopf über diese Ungerechtigkeit und schaute auf. Gut, ich war wieder in meinem Reich. Vielleicht sollte ich erst einmal Hunter von seinem Babysitting befreien. Also machte ich mich auf den Weg in die Trainingshalle, wo sich alle aufhielten. die neu hier waren. Die Neuen waren alle böse Geister, doch wenn sie sich anstrengten, konnten sie auch ein paar Ränge aufsteigen. Die Rangfolge sah folgender Maßen aus: die Schwächsten waren die bösen Geister, danach kamen die unteren, dunklen Zauberer, dann die oberen, dunklen Zauberer, danach die Todesengel, gefolgt von den Todesrächern, danach kamen die Dämonen und an oberster Stelle stand ich, der Tod. Ich erreichte die Traningshalle und stieß die schwarze Eichentür auf. Die Halle war ein einziger Parkour aus 20 Meter hohen Mauern, Lavagräben und sonstigem scheinbar unüberwindbaren Sachen. Der Parkour diente dazu, die Neuen in Verzweiflung zu bringen, damit sie ihre neuen mentalen und körperlichen Fähigkeiten entdeckten und davon Gebrauch machen. Eine Gruppe von zirka 25 bösen Geistern waren hier in der Halle versammelt und allesamt versuchten sie den Parkour zu überwinden. Zusammen mit der strengen Aufsicht Hunter's, kein leichtes Unterfangen. Ich lief zu ihm hinüber und fragte:"Und wie machen sich die Neuen?" "Na ja", lautete die Antwort,"der Eine mit den roten Haaren ist ein ziemlicher Überflieger. Er hat nach fünf Minuten die Mauer überwunden und zwar in dem er durch sie hindurch ging. Die Anderen sind infach nur durchschnittlich. Die Meißten hängen gerade am Lavagraben fest." "Aber wenn ihnen der Rothaarige alles vormacht, warum folgen sie dann nicht seinem Beispiel?" "Sie sind zu sehr damit beschäftigt, im Selbstmitleid über ihre ach so schreckliche Lage zu ertrinken." "So bald sie nicht mehr grün hinter den Ohren sind, wird sich das schon noch ändern. Hat der Schwarzhaarige, der fast mein Messer eingeschmolzen hat, irgendetwas angestellt?" "Nein, das heißt, ihm sind plötzlich Flügel gewachsen, aber das habe ich unter Kontrolle gebracht. Er weiß nun, wie man das kontrollieren kann." "Gut. Moment, was ist mit der da hinten los?" "Die da?" "Ja." "Die hockt schon seit einer Stunde da und will mit niemandem reden. Ich habe sie einfach da sitzen lassen." "Ich werde Mal zu ihr hingehen." "Tu das, aber ich glaube nicht, dass du etwas aus ihr heraus bekommen wirst." Ich nickte und lief in Richtung der jungen Frau. Erst jetzt fiel mir auf, dass sie noch ein Mädchen war. Sie war aller höchstens 15! Was sie wohl angestellt hatte, dass sie jetzt schon in der Hölle schmoren musste? Sie saß auf dem Boden und wiegte sich leicht hin und her. Ich hockte mich neben sie, doch entweder bemerkte sie mich nicht oder sie wollte wirklich mit Niemandem reden. "Hey", sagte ich freundlich. Keine Antwort, sie schaute nicht einmal hoch. "Ich bin Jasper Fires. Weißt du ich bin auch neu hier", log ich. Keine Reaktion. "Ich dachte, ich frage Mal, wie es dir geht. Schließlich sitzt du seit einer Stunde hier und machst nichts." "Wir sind in der Hölle, habe ich Recht?", fragte sie dann mit dünner Stimme. "Nun... ja." "Oh mein Gott. Aber ich war doch immer gläubig, warum muss ich in die Hölle?" Ich zog die Augenbrauen hoch. "Tja, das weiß ich nicht, aber ich denke der Tod, der Teufel oder wie auch immer du in nennst, hat seine Gründe dafür." Endlich schaute sie hoch und ich blickte in ihr Tränen überströmtes Gesicht. "Ich bin doch erst 14!" "Na ja", versuchte ich sie zu trösten,"sieh es doch einfach positiv. Du hast viele neue Fähigkeiten." "Was für Fähigkeiten?", fragte sie verwirrt. "Das kommt davon, dass du nur hier herum gesessen hast. Dir ist sicher aufgefallen, dass wir diesen Parkour überwinden sollen." "Ja, aber das ist unmöglich. Siehst du diesen Lavagraben oder das Dornenfeld?" "Ja, ich sehe es ganz genau. Dafür brauchst du nämlich deine neuen Fähigkeiten. Sie helfen dir dabei, diesen Parkour zu überwinden und somit Eindruck beim Tod zu schinden." "Ich denke, du bist auch neu hier. Woher weißt du dann all diese Sachen?" "Nun ja... ich bin schon etwas länger neu hier. Ich habe einmal den Parkour nicht geschafft und muss ihn deshalb wiederholen." Alter, was ich da alles zusammen log, nur um es diesem Mädchen Recht zu machen! "Wie heißt du eigentlich?", fragte ich schließlich. "Rose", antwortete sie mit erstickter Stimme. "Gut, hör zu, Rose. Ich denke, du solltest dich jetzt Mal an dem Parkour versuchen. Wenn du es schaffen willst, ist es nicht so schwer, wie du denkst." "Was machst du?" "Oh, ich muss noch ein paar Sachen klären, aber ich bin mir sicher, dass wir uns noch einmal begegnen werden." Sie nickte leicht und stand wacklig auf. Ich lächelte ihr aufmunternt zu und versicherte mich noch, dass sie wirklich zu den anderen ging und sich am Parkour versuchte, dann wandte ich mich ab und lief wieder zu Hunter. Er sah mich erstaunt an. "Was hast du gemacht, um sie zu überreden?", fragte er mich perplex. Ich grinste. "Ich habe es mit der freundlichen Tour versucht und sieh an, es hat funktioniert. Außerdem glaube ich, dass sie mich gut aussehend findet." Hunter hob die Augenbrauen und schnaubte belustigt. Was denn, dachtet ihr etwa nur weil wir in der Hölle zu Hause sind, haben wir keinen Humor? Tja, falsch gedacht! Wenn ich das so sagen darf, würde ich sogar behaupten, dass wir lockerer drauf sind als mein Bruder und seine zahlreichen Engel. Aber davon ein ander Mal... "Gut, Hunter, in 'ner halben Stunde bist du erlöst. Dann ist das Training abgeschlossen. Danach solltest du ein paar der dunklen Zauberer holen, damit sie den Neuen ihre Räumlichkeiten zeigen." Hunter nickte und fing wieder an, die Halle zu beaufsichtigen. Ich lief Richtung Tür und entdeckte dabei Rose, die gerade dabei war, über den Lavagraben zu fliegen. Wow, sie hatte schnell begriffen, wie sie ihre Fähigkeiten nutzen konnte. Ich drehte mich um und verließ die Trainingshalle, dann ging ich durch mehrere große Gänge hindurch in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter mir und wurde freudig von meinem zahmen Timberwolf Seymour begrüßt. Menschen mochten ihn vielleicht den Höllenhund nennen, aber diese Beschreibung passte ganz und gar nicht zu ihm. Gut, der Wolf war ziemlich groß, hatte ungefähr eine Schulterhöhe von 1,20 m, aber Seymour war echt kuschelig und verspielt. Außer man ärgerte ihn. Dann wurde er wahrlich zur Bestie, doch da ich jeden, der es auch nur versuchte, mit einem schmerzvollen Tod drohte, passierte das fast nie. Seymour stellte sich auf die Hinterbeine, legte die Vorderpfoten auf meine Schultern und sah mich mit seinen bernsteinfarbenen Augen aufmerksam an. Er war nun locker so groß wie ich und er beobachtete mich mit einem interessierten Blick. "Ich weiß schon, was du willst", lachte ich und der Wolf ließ sich erwartungsvoll wieder auf alle vier Beine fallen. Ich durchquerte mein großes Zimmer und öffnete den Kühlschrank, der in einer unbenutzten Ecke stand. In den Gemüsefächern befanden sich mehrere große, rohe Stücken Fleisch, die Seymour als Nahrung dienten. Eines davon nahm ich heraus und warf es dem hungrigen Wolf zu. Der fing es auf und verzog sich damit in seine Ecke des Zimmers. Oh, Entschuldigung, ihr wisst ja noch gar nicht, wie es in meinem Zimmer aussieht. Also, wenn man durch die Tür hereinkommt, steht rechts ein großes Bücherregal, das übrigens vollgestellt mit lustigen, spannenden oder verdammt grusligen Büchern ist. An der gegenüber liegenden Wand befinden sich mein Kühlschrank, eine Spülmaschine, ein Ofen, eine Mikrowelle und eine große Ablagefläche. Dann kommt Seymour's Ecke. Sie ist besteht aus flauschigen Decken und großen teilweise schon zerfetzten Kissen. Es gibt eine kleine Fäche für ihn, die frei ist. Sie dient für das Essen und auch jetzt saß der Wolf da und kaute zufrieden an seinem Steak herum. Gegenüber von Seymour's Ecke, also an der letzten noch freien Wand, steht mein riesiges Doppelbett. Nein, ich habe keine Freundin, also brauche ich den Platz eigentlich gar nicht, doch ich bin der Tod, ich darf mir ja wohl ein wenig Luxus gönnen, oder? Oh, das Beste habe ich natürlich vergessen! Mein Plasma-Fernseher (er dient mir auch als Computer), der jedes Heimkino übertrifft. Er fährt sich per Knopfdruck aus der Decke aus und hängt dann genau vor meinem Bett, so dass ich den perfekten Blick habe. Mein Fußboden ist mit schwarzem Teppich ausgelegt, der sich merkwürdiger Weise mit Seymour's braun-grauem Fell ergänzt. Lampen brauche ich nicht, denn wir befinden uns hier zwar in der Unterwelt, doch trotzdem scheint hier die Sonne. Außerdem besitzen alle dunklen Wesen (und natürlich auch mein Wolf) eine perfekte Nachtsicht, so dass wir es gar nicht mehr so richtig bemerken, wenn es stockdunkel ist. Tja... so viel zu meinem Zimmer. Ich schmiss mich auf mein Bett und fuhr den Fernseher beziehungs Weise den Computer aus. Ich checkte alle meine E-Mails (ja, auch der Teufel und Gott kriegen E-Mails) und schaute mir dann ein paar Folgen meiner Lieblingsserie Supernatural an. Die beiden Hauptpersonen Sam und Dean Winchester jagten Dämonen, Geister und andere dunkle Wesen und obwohl sie diese meißt auf ziemlich brutale Weise umbrachten, waren die Tötungsarten gar nicht so weit hergeholt. Wenn ihr also wissen wollt, was die Schwachstellen von Geistern und ähnlichen Wesen sind, guckt Supernatural. Ich möchte euch nur daran erinnern, dass ICH unsterblich bin, schließlich bin ich der Tod in Person. Nach einer Weile legte sich Seymour zu mir. Ich kraulte ihn hinter den Ohren und er legte zufrieden seinen Kopf auf meine Brust. So schliefen wir ein.
tja ich hoffe es hat alles geklappt mit dem kopieren :D wär cool wenn ihr euch das irgendwann ma durchlest und mir eure meinung sagt :) jenachdem kann ich ja dann auch die folgenden kapitel hier reinstellen :) (obwohl ich nich glaube dass ich es schafen werde die geschichte zu ende zu schreiben :) irgendwann hab ich wahrscheinlich keine lust mehr :D) soooo das war jetzt n ziemlich langer kommentar... zum abschluss möcht ich nich schreiben: ICH HAB JETZT SOMMERFERIEN!!!!!!!!!! WAHHHH!!!!!! *freu* :D
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