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Fabella 12.03.2011 20:35
Ich gebe ehrlich zu, der Klappentext klang interessant, das Cover war ungewöhnlich und trotzdem waren meine Erwartungen nicht allzu hoch. Warum kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen. Ich wollte das Buch zwar unbedingt lesen, ging aber mit relativ geringen Erwartungen an den Start. Und so schnappte ich mir vorhin das Buch - und las es in einem Rutsch aus.
Es ist wieder mal eine Vampirgeschichte, wieder sind Vampire anders als in anderen Büchern (zumindest in Kleinigkeiten, irgendwie scheint sich jetzt jeder Autor seinen Vampir so zurecht zu basteln, wie er ihn gern hätte). Aber gerade das bringt auch immer wieder Spannung in die Bücher, weil man nie so genau weiß, was einen erwartet.
Eigentlich hat man anfangs wirklich das Gefühl, einen normalen Junior Highschool Schüler zu beobachten, während man seine Geschichte liest. Ich mochte Vladimir irgendwie auf Anhieb super gern. Die Autorin schildert ihn als ganz normalen Jugendlichen, mit allen Ängsten und Schwächen und zusätzlich dazu kommt auch noch die Halbvampir-Geschichte. So frühstückt er lauwarmes Blut aus Teetassen, in die er gern auch mal Kekse taucht. Was eine merkwürdige Vorstellung - für mich aber auch nicht merkwürdiger, als Käse mit Marmelade zu essen *lach*
Vlads bester Freund Henry spielt ebenfalls eine große Rolle in dem Buch. Ein ganz normaler Mensch, der aber Vlads Geheimnis kennt - warum, das will ich hier mal nicht verraten :). Auch er ist super symphatisch und die Freundschaft der beiden ist schön zu verfolgen, gerade weil sie so unterschiedlich sind.
Und natürlich kann auch nicht alles so heiter und fröhlich weitergehen, gespickt mit den kleinen Problemchen typischer Teenager wie es anfängt. Als plötzlich ein Lehrer verschwindet und ein Ersatzlehrer auftaucht, kriecht in Vlad die Angst hoch. Er ist sich sicher, daß der neue Lehrer nicht einfach nur ein Lehrer ist. Ist er überhaupt ein Lehrer? Und was ist mit seinem bisherigen Lehrer geschehen? Die Ereignisse überschlagen sich und Vlad beginnt Angst um sein Leben zu haben.
Die Autorin hat einen Schreibstil, der es einem erlaubt, schnell und flüssig zu lesen ohne jemals den Wunsch zu haben, etwas zu überspringen. Ebenso leicht fällt es einem, sich die Charaktäre und Orte vorzustellen, die in dem Buch geschildert werden. Ganz leicht bildet sich vor dem geistigen Auge fast schon ein Film. Da das Buch mit 206 Seiten ja auch relativ kurz ist, macht es auch keine Schwierigkeiten, es in einem Rutsch zu lesen.
Ganz besonders toll gefällt mir auch der Druck des Buches. Zu Beginn eines jeden Kapitels ist die erste Seite des Kapitels komplett schwarz mit weisser Schrift - der Rest des Buches ist aber normal gehalten. Zusätzlich prangt am Rand in fetten Buchstaben jeweils der Titel des Kapitels. Das hat mir richtig Spaß gemacht, weil jeder Kapitelbeginn irgendwie etwas besonderes war.
Obwohl das Buch der erste Teil einer Reihe ist, ist er erstmal in sich abgeschlossen und läßt keine Fragen offen. Auch das hat mir sehr gut gefallen. Und ich bin fest überzeugt, den nächsten Teil direkt auch wieder lesen zu müssen, der bereits für Juni 2011 angekündigt ist mit dem Titel "Vladimir Tod beisst sich durch". Im Moment sieht es so aus, als würde es 5 Teile geben und wenn alle so sind, wie der erste, muß ich sie unbedingt auch alle lesen.
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