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Marion Meister

 Marion Meister
© Fotografa Berlin
Marion Meister wurde 1974 als Marion Weiße in Wolfratshausen geboren. Schon früh waren ihr Talent und ihre Leidenschaft fürs Zeichnen geweckt und auf den Möbeln der elterlichen Wohnung sichtbar. Kein Wunder also, dass Marion Meister an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg Animationsfilm studierte, um ihre Geschichten in Bildern zu erzählen. Mittlerweile zeichnet sie nicht nur gerne, sondern hat auch zur Schreibfeder d.h. dem Laptop gegriffen und ihre Begeisterung fürs Geschichtenerzählen zum Beruf gemacht. Sie illustriert und schreibt inzwischen erfolgreich Geschichten für Kinder. Marion Meister lebt mit ihrer Familie auf dem Land nahe dem Steinhuder Meer.

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Interview

1. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

DM: Angefangen habe ich mit Drehbüchern für kurze Super-8 Filme, die ich mit meinen Freunden gedreht habe, als wir noch Kinder waren. Später habe ich dann Dramaturgie an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg studiert. Seit meinem Abschluss arbeite ich als Autor für das Fernsehen und schreibe eine Reihe mittelalterlicher Krimis.

MM: Geschichten erzählt habe ich schon immer gerne - allerdings durch Bilder. Deshalb habe ich auch an der Filmhochschule "Animation" studiert. Jetzt illustriere ich hauptberuflich Kinderbücher. Zum Schreiben bin ich über Derek gekommen. Wir arbeiten sehr gut als Team zusammen.

2. Gibt es so etwas wie einen Arbeitsalltag? Und wenn ja, wie sieht er aus?

DM: Schreiben ist für mich ein normaler Beruf. Der einzige Luxus ist, dass ich mein Büro zu Hause habe und deshalb mit der Kaffeetasse in der Hand nur ein paar Schritte zum Arbeitsplatz brauche. Ich sitze jeden Tag am Schreibtisch, von 9:00 Uhr bis mindestens 18:00 und schreibe und schreibe und ...

MM: Ja. An manchen Tagen jedoch bekommt man keinen graden Satz (oder Strich) hin. Da ist dann schon früher Schluss. Aber an 'nem anderen macht man dafür bis spät abends, weil gerade alles so gut läuft.

3. Woher nehmen Sie ihre Ideen?

DM: Augen und Ohren auf. Die Themen liegen auf der Strasse.

4. Wie viel Realität fließt in ihre Texte mit ein? Haben Ihre Figuren z.B. reale Vorbilder?

DM: Dass ich eine reale Person als Vorlage für eine Figur nehme, ist eher selten. Sicherlich fließen unweigerlich ein paar Eigenschaften oder Spleens von Leuten ein, die man kennt oder auf der Straße beobachtet hat. Man sammelt sich seine Anregungen zusammen, nimmt Begegnungen und Sachen, die einem widerfahren, übertreibt sie, kombiniert sie neu.

5. Welche Themen favorisieren Sie? Und warum?

DM: Themen an denen ich selbst Spaß habe. Also Krimis, Thriller, Abenteuer. Gerne mit wissenschaftlichen Themen verknüpft.

MM: Mich interessieren vor allem fantastische Welten, mystische und magische Abenteuer. Ich glaube Derek und ich haben da die klassischen "geschlechterspezifischen" Vorlieben, wie es so schön heißt.

DM: Aber das macht ja die Zusammenarbeit so gut. Wir ergänzen uns da quasi.

6. Welches Buch würden Sie gerne schreiben?

DM: All die Geschichten, die in unseren Köpfen schon fertig sind.

7. Was fasziniert Sie an Kinder- und Jugendliteratur? Was, glauben Sie, ist besonders beim Schreiben für Kinder und Jugendliche?

MM: Mir ist es wichtig, eine Welt zu erzählen, die so spannend und schillernd ist, dass man gerne seine Zeit in ihr verbringt. Denn schon als Kind habe ich es geliebt, in die Bücherwelten einzutauchen und mit den Helden zusammen die Abenteuer zu erleben. Ich finde den Gedanken toll, jetzt selbst Kids so eine Tür zu einer Welt voller Abenteuer und Fantasie zu öffnen.

DM: Das sehe ich auch so wie Marion. Bei "Drachenhof" kommt noch hinzu, dass ich meine Vorliebe für spannende Abenteuer voll auskosten kann und nicht - wie beim Drehbuch - immer an die Kosten denken muss. Ich habe das Gefühl, ich kann viel freier in meiner Fantasie sein, wenn ich für Kinder schreibe.

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